Steuerberaterprüfung

Steuerberaterprüfung

Der Beruf des Steuerberaters und der Titel Steuerberater sind gesetzlich geschützt und setzen neben der praktischen Ausbildung auch as Bestehen der staatlichen Steuerberaterprüfung voraus. Die Steuerberaterprüfung gehört zu den Anspruch einer der schwierigsten Berufsexamina in Deutschland. Das belegen die hohen Durchfallquoten (s.u.). Es bestehen ca. nur etwa die Hälfte der angemeldeten Prüfungsteilnehmer die Steuerberaterprüfung beim ersten Mal. Die Prüfung darf nur zweimal wiederholt werden. Das Bestehen der Prüfung setzt daher eine lange und intensive Vorbereitung voraus, damit der umfangreiche Prüfungsstoff beherrscht werden kann. Eine Teilnahme an Steuerberater-Lehrgängen, die speziell auf die Prüfung vorbereiten, wird dringend empfohlen.

 

Zulassung und Inhalte der Steuerberaterprüfung

Wer sich für zur Steuerberaterprüfung anmelden möchte, muss einerseits die entsprechende Berufsausbildung und andererseits praktische Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuerrechts nachweisen. In welchem Umfang die praktische Tätigkeiten ausgeübt werden muss, hängt von der Ausbildung ab. Mit der Prüfung hat der Bewerber darzutun, dass er in der Lage ist, den Beruf eines Steuerberaters ordnungsgemäß auszuüben.

Die Prüfung gliedert sich in einen schriftlichen Teil aus drei Aufsichtsarbeiten und eine mündliche Prüfung. Die Steuerberaterprüfung ist bestanden, wenn der Notendurchschnitt aus schriftlicher und mündlicher Prüfung mindestens 4,15 beträgt. Die Leistungen aus schriftlicher und mündlicher Prüfung werden gleich gewichtet.

Prüfungsgebiete der Steuerberaterprüfung sind

  • Steuerliches Verfahrensrecht sowie Steuerstraf- und Steuerordnungswidrigkeitenrecht,
  • Steuern vom Einkommen und Ertrag,
  • Bewertungsrecht, Erbschaftsteuer und Grundsteuer,
  • Verbrauch- und Verkehrssteuern, Grundzüge des Zollrechts,
  • Handelsrecht sowie Grundzüge des Bürgerlichen Rechts, des Gesellschaftsrechts, des Insolvenzrechts und des Rechts der Europäischen Gemeinschaft,
  • Betriebswirtschaft und Rechnungswesen,
  • Volkswirtschaft,
  • Berufsrecht.

Nicht erforderlich ist, dass sämtliche Gebiete Gegenstand der Prüfung sind.

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Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Für die Zulassung zur Prüfung, Befreiung von der Prüfung und die organisatorische Durchführung der Steuerberaterprüfung sind die Steuerberaterkammern zuständig. Entsprechende Anträge sind an die zuständigen Steuerberaterkammern zu richten. Näheres regeln die Bekanntmachungen der Steuerberaterkammern, die in den Kammermitteilungen und auf den Internetseiten der Steuerberaterkammern veröffentlicht werden. Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung setzt voraus, dass der Bewerber

  • ein wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium oder ein anderes Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung erfolgreich abgeschlossen hat und
  • danach praktisch tätig gewesen ist.

Die praktische Tätigkeit muss über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren ausgeübt worden sein, wenn die Regelstudienzeit des Hochschulstudiums nach Satz 1 Nr. 1 weniger als vier Jahre beträgt, sonst über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren. Wurde in einem Hochschulstudium nach Satz 1 Nr. 1 ein erster berufsqualifizierender Abschluss und in einem, einen solchen ersten Abschluss voraussetzenden, weiteren Hochschulstudium nach Satz 1 Nr. 1 ein weiterer berufsqualifizierender Abschluss erworben, werden die Regelstudienzeiten beider Studiengänge zusammengerechnet; Zeiten der praktischen Tätigkeit werden berücksichtigt, soweit sie nach dem Erwerb des ersten berufsqualifizierenden Abschlusses liegen.

Ein Bewerber ist zur Steuerberaterprüfung auch zuzulassen, wenn er

  • eine Abschlussprüfung in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf bestanden hat oder eine andere gleichwertige Vorbildung besitzt und nach Abschluss der Ausbildung zehn Jahre oder im Falle der erfolgreich abgelegten Prüfung zum geprüften Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt sieben Jahre praktisch tätig gewesen ist oder
  • der Finanzverwaltung als Beamter des gehobenen Dienstes oder als vergleichbarer Angestellter angehört oder angehört hat und bei ihr mindestens sieben Jahre als Sachbearbeiter oder in mindestens gleichwertiger Stellung praktisch tätig gewesen ist.

Die geforderte praktische Tätigkeit muss sich in einem Umfang von mindestens 16 Wochenstunden auf das Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern erstrecken.

Nachweise über das Vorliegen der in den Absätzen 1 bis 3 genannten Voraussetzungen sind nach Maßgabe der Bestimmungen des amtlichen Vordrucks zu erbringen, der gemäß § 158 Nr. 1 Buchstabe a eingeführt worden ist. Der Bewerber hat diese Unterlagen seinem Antrag auf Zulassung zur Prüfung beizufügen.

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Schriftliche Prüfung

Der schriftliche Teil des Steuerberaterexamens findet immer im Oktober statt. Der Zeitpunkt der Durchführung des schriftlichen Teils der Prüfung, die Prüfungsaufgaben der Aufsichtsarbeiten, die Bearbeitungszeit und die zum schriftlichen Teil der Prüfung zugelassenen Hilfsmittel werden von den für die Finanzverwaltung zuständigen obersten Finanzbehörden der Länder bundeseinheitlich bestimmt. Die schriftliche Prüfung besteht aus drei jeweils sechsstündigen Klausuren, die an drei aufeinander folgenden Tagen geschrieben werden. Zwei Aufsichtsarbeiten sind den Prüfungsgebieten nach § 37 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 des Gesetzes  aus den Bereichen Verfahrensrecht, Ertragssteuerrecht und eine Aufsichtsarbeit den Gebieten der Buchführung und des Bilanzwesens zu entnehmen. Die Aufsichtsarbeiten können sich daneben jeweils auch auf andere Prüfungsgebiete erstrecken. In der Steuerberaterprüfung in Sonderfällen ( § 37a des Gesetzes) sind die Aufsichtsarbeiten den Prüfungsgebieten nach § 37 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 des Gesetzes zu entnehmen. 2Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend.

Für den schriftlichen Teil der Steuerberaterprüfung 2013 werden als Hilfsmittel Textausgaben (Loseblatt-Sammlung oder gebunden) beliebiger Verlage zugelassen. Mindestens benötigt werden die Texte folgender Gesetze einschließlich ggf. hierzu erlassener Durchführungsverordnungen und Richtlinien:

  • Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung , Verwaltungszustellungsgesetz,
  • Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuergesetz, Bewertungsgesetz ,
  • Umsatzsteuergesetz,
  • Einkommensteuergesetz , Körperschaftsteuergesetz , Gewerbesteuergesetz ,
  • Umwandlungsgesetz , Umwandlungssteuergesetz ,
  • Außensteuergesetz,
  • Investitionszulagengesetz,
  • Grunderwerbsteuergesetz, Grundsteuergesetz ,
  • Bürgerliches Gesetzbuch , Handelsgesetzbuch , Aktiengesetz , GmbH-Gesetz,
  • Steuerberatungsgesetz.

Es liegt in der Verantwortung der Bewerber, dafür Sorge zu tragen, dass ihnen neben dem aktuellen Rechtsstand des Prüfungsjahres 2013 die vorgenannten Vorschriften auch in der für das Kalenderjahr 2012 geltenden Fassung zur Verfügung stehen. Sofern bei der Lösung einzelner Aufgaben ein anderer Rechtsstand maßgeblich ist, werden die entsprechenden Rechtsvorschriften dem Aufgabentext als Anlage beigefügt. Die Textausgaben dürfen weitere Gesetzestexte, Verwaltungsanweisungen der Finanzbehörden, Leitsatzzusammenstellungen, Fußnoten und Stichwortverzeichnisse enthalten. Fachkommentare sind ausdrücklich nicht zugelassen. Die jeweiligen Textausgaben sind von den Bewerbern selbst zu beschaffen und zur Prüfung mitzubringen. Sie dürfen außer Unterstreichungen, Markierungen und Hilfen zum schnelleren Auffinden der Vorschriften (sog. Griffregister) keine weiteren Anmerkungen oder Eintragungen enthalten. Die Griffregister dürfen Stichworte aus der Überschrift und Paragraphen enthalten. Eine weitere Beschriftung ist nicht zulässig. Die Benutzung eines nicht programmierbaren Taschenrechners ist zulässig.

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Mündliche Prüfung

Nur wer den schriftlichen Teil bestanden hat, wird zur mündlichen Prüfung eingeladen. Die mündliche Prüfung findet im Folgejahr i.d.R. von Januar bis April statt. Die Prüfung wird durch einen Prüfungsausschuss der für die Finanzverwaltung zuständigen obersten Landesbehörde abgenommen. Die Bewerber, die an der mündlichen Prüfung teilnehmen, sind hierzu spätestens zwei Wochen vorher zu laden. Mit der Ladung können die Teilnoten der schriftlichen Prüfung mitgeteilt werden. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses leitet die mündliche Prüfung. Er ist berechtigt, jederzeit in die Prüfung einzugreifen. Der auf jeden Bewerber entfallende Prüfungszeit soll neunzig Minuten nicht überschreiten. Die mündliche Prüfung beginnt mit einem ca. zehnminütigen Vortrag des Bewerbers über einen Gegenstand der in § 37 Abs. 3 des Gesetzes genannten Prüfungsgebiete und aus sechs Prüfungsabschnitten. Für den Vortrag über den Fachgegenstand werden dem Bewerber eine halbe Stunde vor Beginn der Prüfung drei Themen zur Wahl gestellt. In den Prüfungsabschnitten sind an den Bewerber Fragen aus den Prüfungsgebieten (Umsatz- und Ertragssteuer, zum Verfahrens-, Berufs- und Bilanzsteuerrecht) zu stellen. Es kann also auch betriebs- und volkswirtschaftliches Wissen abgefragt werden. Die Prüfungskommission besteht aus sechs Prüfern, die sich aus Finanzbeamten des höheren Dienstes, Berufsträgern mit langjähriger Berufserfahrung sowie Professoren oder auch Sachverständigen aus der freien Wirtschaft zusammensetzt. Einwendungen gegen den Ablauf der Vorbereitung auf den Vortrag oder der mündlichen Prüfung wegen Störungen, die durch äußere Einwirkungen verursacht worden sind, sind unverzüglich, spätestens bis zum Ende der mündlichen Prüfung, durch Erklärung gegenüber dem Aufsichtführenden oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses geltend zu machen.

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Statistik über die Steuerberaterprüfung 2012

Statistik über die Steuerberaterprüfung 2012: Zahl der zur Prüfung zugelassenen Bewerber, der zur Prüfung erschienenen Bewerber, die Rücktritte während der schriftlichen Prüfung sowie die Bestehensquote bei der schriftlichen und mündlichen Prüfung:

 Steuerberaterkammer bzw. Bundeslandp

 Zulassungsanträge

 zur Prüfung zugelassen

 zur Prüfung erschienen

 Rücktritt während der Prüfung

 schriftliche Prüfung (sP) abgelegt (= 100)

 sP nicht bestanden

 sP nicht bestanden in v. H.

 zu mündlicher Prüfung geladen (mP)

 entschuldigt an mP nicht teilgenommen

 insgesamt bestanden

 insgesamt bestanden in v. H.

   Bayern  

   908  

   903  

   801  

   97  

   704  

   229  

   32,5 %  

   475  

   0  

   392  

   55,7 %  

 – München

 661

 658

 585

 57

 528

 179

 33,9 %

 349

 0

 276

 52,3 %

 – Nürnberg

 247

 245

 216

 40

 176

 50

 28,4 %

 126

 0

 116

 65,9 %

   Baden-Württemberg  

   695  

   689  

   614  

   66  

   548  

   246  

   44,9 %  

   302  

   0  

   279  

   50,9 %  

 – Nordbaden

 161

 160

 141

 19

 122

 52

 42,6 %

 70

 0

 63

 51,6 %

 – Stuttgart

 433

 430

 384

 43

 341

 160

 46,9 %

 181

 0

 168

 49,3 %

 – Südbaden

 101

 99

 89

 4

 85

 34

 40,0 %

 51

 0

 48

 56,5 %

   Berlin  

   243  

   236  

   210  

   31  

   179  

   89  

   49,7 %  

   90  

   0  

   85  

   47,5 %  

   Brandenburg  

   67  

   67  

   55  

   10  

   45  

   21  

   46,7 %  

   24  

   0  

   22  

   48,9 %  

   Bremen  

   69  

   69  

   59  

   2  

   57  

   31  

   54,4 %  

   26  

   0  

   23  

   40,4 %  

   Hamburg *

   346  

   346  

   309  

   26  

   283  

   119  

   42,0 %  

   164  

   0  

   143  

   50,5 %  

   Hessen  

   537  

   526  

   483  

   63  

   420  

   202  

   48,1 %  

   218  

   0  

   210  

   50,0 %  

   Mecklenburg-Vorpommern  

   52  

   52  

   45  

   6  

   39  

   25  

   64,1 %  

   14  

   0  

   14  

   35,9 %  

   Niedersachsen  

   293  

   283  

   254  

   13  

   241  

   97  

   40,2 %  

   144  

   0  

   135  

   56,0 %  

   Nordrhein-Westfalen  

   1 372  

   1 363  

   1 191  

   112  

   1 079  

   433  

   40,1 %  

   646  

   0  

   553  

   51,3 %  

 – Düsseldorf

 583

 581

 524

 55

 469

 198

 42,2 %

 271

 0

 231

 49,3 %

 – Köln

 382

 378

 323

 24

 299

 103

 34,4 %

 196

 0

 164

 54,8 %

 – Westfalen-Lippe

 407

 404

 344

 33

 311

 132

 42,4 %

 179

 0

 158

 50,8 %

   Rheinland-Pfalz  

   156  

   147  

   125  

   14  

   111  

   56  

   50,5 %  

   55  

   0  

   53  

   47,7 %  

   Saarland  

   61  

   60  

   54  

   6  

   48  

   26  

   54,2 %  

   22  

   0  

   22  

   45,8 %  

   Sachsen  

   164  

   160  

   139  

   19  

   120  

   56  

   46,7 %  

   64  

   0  

   54  

   45,0 %  

   Sachsen-Anhalt  

   39  

   37  

   32  

   3  

   29  

   11  

   37,9 %  

   18  

   0  

   16  

   55,2 %  

   Schleswig-Holstein  

   99  

   96  

   85  

   6  

   79  

   24  

   30,4 %  

   55  

   0  

   50  

   63,3 %  

   Thüringen  

   54  

   54  

   50  

   3  

   47  

   25  

   53,2 %  

   22  

   0  

   20  

   42,6 %  

   Bundesgebiet  

   5 155  

   5 088  

   4 506  

   477  

   4 029  

   1 690  

   41,9 %  

   2 339  

   0  

   2 071  

   51,4 %  

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Befreiung von der Steuerberaterprüfung

Gemäß §§ 38, 40 Steuerberatungsgesetz können ohne Steuerberaterprüfung zum/zur Steuerberater/in bestellt werden:

  • Professoren und Professorinnen, die auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Länderfinanzbehörden verwalteten Steuern mindestens zehn Jahre an einer deutschen Hochschule gelehrt haben
  • ehemalige Finanzrichter/innen, die mindestens zehn Jahre auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Länderfinanzbehörden verwalteten Steuern tätig gewesen sind
  • ehemalige Beamte und Beamtinnen des höheren Dienstes und vergleichbare Angestellte der Finanzverwaltung, der gesetzgebenden Körperschaften, der Gerichte der Finanzgerichtsbarkeit sowie der obersten Behörden und der Rechnungsprüfungsbehörden des Bundes und der Länder. Diese müssen mindestens zehn Jahre im höheren Dienst oder als Angestellte/r in vergleichbaren Vergütungsgruppen auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern als Sachgebietsleiter/in oder mindestens in gleichwertiger Stellung tätig gewesen sein.
  • ehemalige Beamte und Beamtinnen des gehobenen Dienstes und vergleichbare Angestellte der Finanzverwaltung, der gesetzgebenden Körperschaften, der Gerichte der Finanzgerichtsbarkeit sowie der obersten Behörden und der Rechnungsprüfungsbehörden des Bundes und der Länder. Diese müssen mindestens fünfzehn Jahre im gehobenen Dienst oder als Angestellte/r in vergleichbaren Vergütungsgruppen auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern als Sachgebietsleiter/in oder mindestens in gleichwertiger Stellung tätig gewesen sein.

Personen, die eine dieser Bedingungen erfüllen, werden auf Antrag von der Steuerberaterprüfung befreit und nach Prüfung der persönlichen Eignung von der zuständigen Steuerberaterkammer zum Steuerberater bzw. zur Steuerberaterin bestellt.

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Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung

Wie gesagt, die Steuerberaterprüfung gehört zu den schwierigsten Prüfungen in Deutschland. Die Durchfallquoten bestätigen, dass im Durchschnitt nur ca. jeder Zweite es auf Anhieb schafft und fast alle haben vorher einen Vorbereitungskurs absolviert. Es ist daher illusorisch, die Prüfung ohne vorherige Vorbereitung bestehen zu wollen. Allerdings ist auch ein Vorbereitungskurs keine Garantie für das Bestehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich auf die Steuerberaterprüfung vorzubereiten. Wenn man eine Ausbildung zum Steuerberater/zur Steuerberaterin absolviert, arbeitet man in der Regel unter der Woche tagsüber weiterhin im Betrieb und lernt am Wochenende oder in den Abendstunden mit anderen Lehrgangsteilnehmern im Klassenverband. Weitere Informationen finden Sie unter Ausbildung.

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Die Kosten für die Weiterbildung unterscheiden sich je nach Art und Umfang entsprechend. Da die Kurse mehrere tausend Euro kosten können, sollte man genau zu prüfen, welcher Kurs zu einem persönlich passt, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet. Allerdings sollte man sich nicht nach dem Preis entscheiden, denn ob man einige hundert oder mehrere tausend Euro investiert ist nicht entscheidend. Hauptsache ist, dass man die Steuerberaterprüfung besteht, denn durchzufallen und ein Jahr zu verlieren ist noch teurer.

Lehrgänge verbessern die Chancen die Steuerberaterprüfung zu bestehen. Umso wichtiger ist es den für sich passenden Vorbereitungslehrgang zu finden. Sehr wichtig ist ein Klausuren-Kurs, in dem man die Klausurtaktik erlernt, wie man optimal schreibt und die Aufgaben löst. Es gibt zwar Klausuren aus den Vorjahren. Aber die Aufgaben wiederholen sich leider nicht. Deshalb sollte man die richtige Strategie zum Lösen der Klausuren durch Übung erlernen. Außerdem werden in den Probeklausuren auch Prüfungssituationen simuliert. Durch diese Übung gewöhnt man sich an sechsstündige Klausuren und in der Steuerberaterprüfung entsteht weniger Stress und nervliche Belastungen. Für die mündliche Prüfung gibt es spezielle Vorbereitungslehrgänge, bei denen nicht nur Fachwissen eingeübt wird, sondern auch die rhetorischen Fähigkeiten speziell für den mündlichen Vortrag trainiert und verbessert werden. Selbstverständlich können alle Kurse das Selbststudium nicht ersetzen. Man muss sich also noch neben den Präsenzkursen auch noch genug Zeit für die Vorbereitung bzw. Aufbereitung (Lernen) nehmen. Ansonsten bringen die Kurse, die im Übrigen nicht billig sind, fast gar nichts! Nicht zuletzt ist Durchhaltevermögen gefragt: Die Vorbereitungsphase sollte mindestens ein Jahr oder besser noch länger dauern.

Zum Teil werden Weiterbildungslehrgänge auch als Fernlehrgang in Form von E-Learning angeboten. Dann arbeitet man zu den üblichen Arbeitsstunden im Betrieb und erarbeitet sich das große Lernspektrum selbstständig zu Hause am PC. Das bedeutet, dass man sich die Zeit freier einteilen kann. Allerdings werden noch höhere Anforderungen an Selbstverantwortung und Eigeninitiative gestellt. Auch hier sind die Lehrgangsteilnehmer nicht auf sich allein gestellt: Fachtutoren stehen ihnen bei Fragen zu bestimmten Zeiten telefonisch oder im geschützten Chatroom zur Verfügung. Daneben gibt es Präsenztage in der Bildungseinrichtung, an denen man sich auch mit den anderen Lehrgangsteilnehmern austauschen kann. Da die Lehrgänge häufig nicht am Wohnort angeboten werden, fallen evtl. auch längere Anfahrtswege an, bei größeren Entfernungen unter Umständen auch eine auswärtige Übernachtung.

Es gibt verschiedene Anbieter von Steuerberaterlehrgängen, die alle ein Ziel haben: Das Sie die Prüfung bestehen. Die Vorbereitungskurse unterscheiden sich in den Lehrmethoden und Präsenz. Es gibt Tages, Wochenend- und Abendlehrgänge sowie Crashkurse. Einige Kurse werden als Vollzeit- oder Teilzeitkurse angeboten. Entscheidend ist, wie viel Zeit man für das Lernen aufbringen kann. Außerdem ist zu überlegen, ob ein großer Teil der Vorbereitung als Fernlehrgang absolviert werden kann, insbesondere wenn der Lehrgangsort weit entfernt liegt. Oftmals unterstützen die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter mit Freistellung von der Arbeit, damit diese an den Weiterbildungen teilnehmen können. In der Regel wird Urlaub für die Kurse angespart und auch Bildungsurlaub genommen. Falls Sie sich für einen Vorbereitungskurs interessieren, haben wir entsprechende Anbieter von Vorbereitungslehrgängen für die Steuerberaterprüfung in der nachfolgenden Auflistung zusammengestellt, um Ihnen einen schnellen Überblick zu ermöglichen:

  • Abakus Steuerlehre
  • ABC Steuerfachschule
  • Akademie für Steuerrecht und Wirtschaft
  • Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht des Steuerberater-Verbandes Köln
  • Akademie Henssler
  • Akademie Hoch2
  • Beck Akademie
  • Dipl. Kfm. Peter Uhl
  • ECONECT/Hemmer Steuerfachschule
  • Examina e.V.
  • Fachinstitut für Steuerrecht
  • Fernakademie Klett
  • GFS Fernkurse
  • IWS Institut für Steuer und Wirtschaft
  • Info Steuerseminar GmbH
  • Lehrgangswerk Haas
  • Neufang Akademie
  • Oldenburger Steuerrechtsinstitut
  • Steuerakademie Bremen
  • Steuer-Fachschule Dr. Endriss
  • Steuer-Lehrgänge Dr. Stitz
  • Steuerfachschule Tillmann
  • Steuerlehrgänge Dr. Bannas
  • Steuerrechtsinstitut Knoll
  • Steuerseminar Dr. Huttegger & Partner
  • Studienwerk der Steuerberater
  • Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien
  • WLW Bamberg

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